Kindersitz vorne – möglich, aber nicht unbedenklich

Was ist zu beachten, wenn der Kindersitz vorne sein soll?

Von Geburt an müssen Babys, wenn sie im Auto mitfahren, in einem für sie passenden Kindersitz Platz nehmen. Seit 1993 sind die sogenannten Kinderrückhaltesysteme gesetzlich vorgeschrieben, aber immer noch machen Eltern unwissentlich Fehler. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat eine Broschüre herausgegeben, die deutlich macht, dass ungesicherte Kinder ein siebenmal höheres Risiko haben, bei einem Unfall schwer bis tödlich verletzt zu werden. Worauf kommt es also an, wenn der Kindersitz vorne sein soll?

Was ist zu beachten, wenn der Kindersitz vorne sein soll:

  • Airbag des Beifahrersitzes ausschalten!
  • Kindersitz vorne richtig mit dem Drei-Punkt-Gurt des Beifahrersitzes montieren!

 

Der Beifahrer Airbag sollte ausgeschaltet werden, wenn der Kindersitz vorne montiert wird.

kindersitz vorneMütter oder Väter möchten besonders Babys vorne neben sich auf dem Beifahrersitz transportieren, wenn sonst niemand mitfährt. Sie haben das Kind so stets im Blick und sind dann beruhigter. Für Babys ab Geburt sind die Kindersitze mehr eine Babyschale, da diese halbliegend transportiert werden. Für sie gilt, dass sie nur entgegen der Fahrtrichtung sitzend transportiert werden dürfen. Werden sie auf dem Beifahrersitz befestigt, muss der Airbag vorne im Beifahrerbereich komplett abgeschaltet werden. Der Grund liegt darin, dass ein explodierender Airbag mit starken Kräften auf den Sitz aufprallen würde und das empfindliche Köpfchen des Kindes mit Wucht bewegen würde. Da der Kopf des Babys ein Viertel des gesamten Körpergewichtes ausmacht, kann man sich vorstellen, dass die Verletzungen enorm oder sogar tödlich sein können.

Wie wird der Kindersitz auf dem Beifahrersitz korrekt eingebaut?

Bei einer Babyschale bzw. einem Kindersitz vorne für die Gruppe 0 ist der Einbau ins Auto am leichtesten, weil Babyschalen fast ausschließlich auch dazu verwendet werden, das Baby aus dem Auto herauszuholen. Einige Hersteller bieten dazu passende Fahrgestelle an, sodass der kleine Mensch einfach weiterschlafen kann. Unfallforscher empfehlen, auch größere Kinder rückwärtsgerichtet zu transportieren, etwa bis zu einem Alter von vier Jahren. Das halten viele Eltern aber für nicht machbar, weil Kinder bei dieser Transportart häufig mit Widerspruch reagieren. Grundsätzlich ist jedes Kind, das rückwärtsfahrend transportiert wird, besser geschützt.

Kindersitz vorne, oder doch lieber hinten auf der Rückbank

Eltern, die ihr Kind oder ihre Kinder auf der hinteren Sitzreihe platzieren, gehen – so die neueste Empfehlung – das geringste Risiko ein. Babys sollten auch hier rückwärtsfahren, ältere Kinder in Fahrtrichtung. Im Zusammenhang mit Kindersitzen wird immer wieder der Begriff Isofix genannt. Hierbei handelt es sich um eine Schnellbefestigung für den Kindersitz auf der Rückbank. Ein stabiler Haken unten am Kindersitz und genormte Ösen in der Karosserie des Fahrzeuges werden miteinander verbunden und sorgen für sicheren halt. Ist der Kindersitz vorne, muss man im Normalfall auf Isofix verzichten.

Empfehlenswerte Produkte, wenn der Kindersitz vorne sein soll

Das Angebot ist groß und dennoch bleiben nur wenige Kindersitze vorne übrig, die wirklich empfehlenswert sind. Bewährte Anbieter wie Maxi Cosi haben auch in diesem Bereich die Nase vorn, weil sie einfach auf langjährige Erfahrung und Qualität setzen. Gut und günstig ist der Maxi Cosi Citi, weil er für seine Gruppe viel zu bieten hat. Er lässt sich sicher und stabil befestigen, bietet dem Baby einen kuscheligen und sicheren Platz und ist auch vom Preis her sehr angenehm. Eine Alternative wäre der Baby-Safe plus SHR II von Britax Römer, der ebenfalls der gleichen Gruppe zugeordnet wird. Auch er hat eine sehr gute Qualität und ist leicht zu handhaben. Letztlich entscheidet ja dann auch immer der persönliche Geschmack der Eltern, besonders was Farbe und Design angeht.